Altersvorsorgedepot ab 1. Januar 2027 – KI-basierte Kontoanalyse für die Altersvorsorge-Beratung. Aleksandar Jeremic, CEO fino digital

Das Altersvorsorgedepot kommt! Warum Sie KI-basierte Kontoanalyse für die proaktive Altersvorsorge-Beratung nutzen sollten

Altersvorsorgereform 2027: Wie Banken und Versicherer mit KI-basierter Kontoanalyse zum bevorzugten Partner ihrer Kunden werden.

Ab dem 1. Januar 2027 beginnt ein neues Kapitel der privaten Altersvorsorge in Deutschland. Mit dem Altersvorsorgereformgesetz, das der Bundestag am 27. März 2026 beschlossen hat, und der Reform des Altersvorsorgezertifizierungsgesetzes (AltZertG) wird die bisherige Riester-Rente für Neuverträge ersetzt. Das neue Herzstück: das Altersvorsorgedepot (AVD), ein renditeorientiertes, staatlich gefördertes Anlageprodukt, das auf ETFs, Fonds und andere kapitalmarktnahe Anlageformen setzt, bei einem gesetzlich verankerten Kostendeckel von maximal 1,0 Prozent p.a..

Bestehende Riester-Verträge bleiben unter Bestandsschutz. Neue Verträge nach dem Riester-Modell können jedoch ab dem Stichtag nicht mehr abgeschlossen werden. Wer möchte, kann freiwillig in das neue System wechseln – ohne seine staatliche Förderung zu verlieren.

Aus meiner Sicht wird dabei über einen entscheidenden Punkt noch viel zu wenig gesprochen: Die eigentliche Herausforderung ist nicht das Gesetz. Die eigentliche Herausforderung ist die Umsetzung und die Frage, wer von den Instituten rechtzeitig handelt, um diese historische Chance im Wettbewerb zu nutzen.

Was das Altersvorsorgedepot konkret bedeutet

Das neue Altersvorsorgedepot (AVD) ist das Kernstück der Reform. Es erlaubt erstmals eine staatlich geförderte Altersvorsorge auf Basis von Kapitalmarktprodukten ohne die bisher obligatorische Bruttobeitragsgarantie. Das macht es renditestärker als klassische Riester-Produkte und führt die private Altersvorsorge endlich in Richtung des international längst bewährten ETF-Sparens.

Die Top 7 Eckdaten der Reform:

  • Altersvorsorgedepot (AVD): Neues Förderprodukt auf Basis von Fonds und ETFs, ohne Garantiepflicht, mit einem Kostendeckel von 1,0 % p.a. für Standardprodukte

  • Staatliche Förderung: 50 % Grundzulage auf Eigenbeiträge bis 360 Euro, 25 % auf Beiträge bis 1.800 Euro; maximale jährliche Grundzulage 540 Euro

  • Kinderzulage: 100 % der Eigenbeiträge bis 300 Euro pro Jahr – besonders attraktiv für Familien

  • Erweiterter Berechtigtenkreis: Erstmals auch Selbstständige und Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke förderberechtigt

  • Recht auf Anbieterwechsel: Gesetzlich verankert – Kunden können ohne Förderverlust den Anbieter wechseln

  • Öffentliches Standarddepot: Die Bundesregierung kann ein öffentlich verwaltetes Standardangebot als Benchmark einführen

  • Riester-Neuverträge: Ab 1. Januar 2027 nicht mehr möglich; Bestandsverträge bleiben erhalten

 

Das Marktpotenzial ist enorm: Rund 16 Millionen bestehende Riester-Verträge mit über 200 Milliarden Euro gebundenem Kapital stehen vor einem Wechselentscheid. Dazu kommen rund 10 Millionen Menschen ohne bestehende geförderte Altersvorsorge, eine Zielgruppe, die bisher außen vor war.

Altersvorsorge als große Unbekannte: Millionen Menschen kennen ihre Riester-Verträge nicht mehr

Ich rede regelmäßig mit Finanzberatern und das, was ich dort höre, überrascht mich nicht mehr. Kunden haben Riester-Verträge, wissen aber kaum noch, wo diese liegen, wie hoch ihre Förderung tatsächlich ist oder ob ein Wechsel in das neue System für sie überhaupt sinnvoll sein könnte. Die Verträge laufen still im Hintergrund und genau das ist das Problem.

Denn wer als Finanzberatung nicht proaktiv auf seine Kunden zugeht und die Reform zum Anlass nimmt, das Gespräch zu suchen, riskiert, diesen Kontaktpunkt zu verlieren. Im Altersvorsorge-Markt herrscht intensiver Wettbewerb und jeder Anbieter, der früher und besser informiert ist, wird versuchen, im Bestand anderer Institute zu fischen. Wer heute nicht handelt, verliert morgen Gespräche und übermorgen Marktanteile.

Genau hier beginnt Digitalisierung.

Wer wartet verliert: Warum Banken und Versicherer jetzt handeln müssen

Für Banken und Versicherer ist daher der 1. Januar 2027 kein Stichtag irgendwo am Horizont. Eigenentwicklungen brauchen erfahrungsgemäß mehr als zwölf Monate. Wer heute nicht mit einer belastbaren Analyse und konkreten Umsetzungsschritten beginnt, riskiert, am Stichtag schlicht nicht marktfähig zu sein.

Doch es geht nicht nur um Compliance. Es geht um die eigene Wettbewerbsposition. Die Institute, die das Altersvorsorgedepot frühzeitig und mit einer überzeugenden Customer Experience an den Markt bringen, werden die sein, die langfristig von der Reform profitieren. Die anderen werden Kunden an agilere Anbieter verlieren.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht: Bieten wir das Altersvorsorgedepot an?
Die Frage lautet: Wie gut kennen wir unsere Kunden und wie proaktiv begleiten wir sie durch diese Veränderung?
Datenbasierte Beratung macht hier den entscheidenden Unterschied und ist der Schlüssel zum Erfolg. Dabei liegt die Lösung näher als viele wissen: In den Kontoumsätzen der Kunden liegen wahre Datenschätze, die eine passgenaue Punktlandung bei der Finanz- und Altersvorsorgeberatung ermöglichen. Im Konto spiegelt sich das Leben wider – Einkommen, Ausgaben, Kredite & Darlehen, Vermögenswerte, Kindergeld, Mitteinnahmen, Verträge u.v.a.m. werden im Konto abgebildet und werfen eine holistische Sicht auf die finanzielle Situation und Lebensumstände eines Kunden. Mit diesen neudeutsch „Insights“ aus Daten, werden tatsächliche Kundenbedarfe per Knopfdruck sichtbar und schaffen den notwendigen Wissensvorsprung für proaktive Beratungsanlässe.

Zwei konkrete Einsatzfelder für KI-basierte Kontoanalyse

1. Bestehende Riesterverträge sichtbar machen und Beratungsanlässe erkennen

Das erste Einsatzfeld beginnt vor der eigentlichen Produktentscheidung und genau dort liegt ein enormes, noch kaum gehobenes Potenzial.

Viele Kunden haben ihre Riester-Zahlungen längst automatisiert. Die meisten Kunden verlieren dadurch mit der Zeit den Überblick über ihre laufenden Verträge. Abbuchungen an Versicherungen oder Fondsgesellschaften laufen still und automatisch – im Alltag kaum sichtbar. Und auch Berater können nicht zu jedem Kunden den vollständigen Vertragsstand im Kopf haben: Sie sind dabei auf passende Systeme angewiesen, die ihnen den nötigen Überblick verschaffen. Genau hier setzt automatische Transaktionsanalyse an: Mit ausdrücklicher Zustimmung des Kunden können laufende Zahlungen an Vorsorgeanbieter automatisch identifiziert und klassifiziert werden.

Für Banken und Versicherungsberater bedeutet das:

  • Datenbasierte Beratungsanlässe: Der Berater sieht auf einen Blick, welche Vorsorgeprodukte der Kunde bereits hat – ohne stundenlange Recherche oder manuelle Dokumentenprüfung

  • Proaktive Kundenansprache: Wer einen Riestervertrag bei einem Fremdanbieter bedient, kann gezielt auf das neue AVD-Angebot der eigenen Bank hingewiesen werden – zum richtigen Zeitpunkt, mit der richtigen Information

  • Förderoptimierung: Auf Basis der identifizierten Verhältnisse können individuelle Förderberechnungen angestellt werden – Kinderzulagen, Grundzulage, steuerliche Optimierung

  • Vollständiges Finanzbild: Kontodaten liefern nicht nur Informationen über bestehende Vorsorgezahlungen, sondern auch über das verfügbare monatliche Sparvolumen – eine Grundlage für eine fundierte Empfehlung

Das Ergebnis: Berater können datengetrieben und zum richtigen Moment auf Kunden zugehen, statt auf eingehende Anfragen zu warten. Das stärkt die Kundenbindung, erhöht die Beratungsqualität und schafft echten Mehrwert. Aber auch der Kunde profitiert, denn ihm bleibt das mühsame, manuelle Zusammenstellen und Suchen von Vertragsunterlagen als Vorbereitung auf den Beratungstermin erspart.

2. Den Wechselprozess digital und reibungslos abwickeln

Der zweite Anwendungsfall entsteht, wenn sich Kunden für einen Wechsel zu einem neuen Anbieter in ein neues Altersvorsorgeprodukt entscheiden, und genau hier beginnt häufig der aufwendigste Teil des gesamten Prozesses. Bestehende Verträge müssen gekündigt oder übertragen werden, verschiedene Zahlungspartner müssen informiert werden, Nachweise müssen erbracht werden. Für den Kunden fühlt sich das wie Bürokratie an und für den Berater kostet es wertvolle Zeit.

Genau solche Prozesse gehören seit vielen Jahren zu unserer Kernkompetenz bei fino digital. Mit unseren digitalen Wechsel- und Benachrichtigungsservices übernehmen wir bereits heute jedes Jahr unzählige Mitteilungen zwischen Verbrauchern und Unternehmen – sicher, digital und nachvollziehbar. Diese Infrastruktur lässt sich direkt auf Wechselprozesse im Rahmen der AVD-Reform übertragen.

Für Banken und Versicherer bedeutet das:

  • Weniger manueller Aufwand: Wechsel- und Kündigungsprozesse laufen automatisiert und medienbruchfrei
  • Schnellere Abwicklung: Kunden erleben einen reibungslosen Übergang – ohne Formulare, Wartezeiten und Rückfragen
  • Höhere Abschlussquoten: Ein einfacher Prozess senkt die Abbruchrate erheblich – der Wechsel wird zur positiven Erfahrung statt zur Hürde
  • Revisionssichere Dokumentation: Alle Vorgänge werden protokolliert und sind jederzeit nachvollziehbar

Was Banken und Versicherer konkret davon haben

Die Vorteile für Institute, die KI-basierte Kontoanalyse frühzeitig in ihre Strategie zur Altersvorsorge-Beratung integrieren, sind vielschichtig:

  • Zeitersparnis in der Beratung: Was heute Stunden dauert, Unterlagen prüfen, Verträge identifizieren, finanzielle Spielräume definieren, geschieht künftig automatisiert. Finanzberater gewinnen Zeit für das, was wirklich zählt: das Gespräch mit dem Kunden.

  • Datenbasierter Vertrieb: Anstatt auf eingehende Anfragen zu warten, können Berater proaktiv agieren – auf Basis echter Kontodaten, die zeigen, wann ein Kunde vorsorgerelevante Veränderungen erlebt. Ein Gehaltszuwachs, ein Kind, eine Immobilienkredit – das Konto zeigt es.

  • Kundenbindung und Vertrauen: Wer seinen Kunden rechtzeitig, verständlich und mit einem einfachen digitalen Prozess durch die Altersvorsorge-Reform begleitet, baut eine Beziehung auf, die weit über den einzelnen Abschluss hinausgeht.

  • Wettbewerbsdifferenzierung: Im intensiven Wettbewerb um Altersvorsorge-Kunden entscheidet nicht das beste Produkt allein, sondern wer das Gespräch zuerst führt und mit dem überzeugendsten Erlebnis punktet.

  • Customer Experience als Kaufargument: Durch die Altersvorsorgereform mit gesetzlichem Anbieterwechselrecht wird die Qualität des Kundenerlebnisses zur entscheidenden Größe. Ein reibungsloser, digitaler Onboarding-Prozess ist kein Nice-to-have – er ist der Unterschied zwischen Neugeschäft und Kundenverlust.

Das Wettbewerbsrisiko: Altersvorsorge ist kein Nischenmarkt – es gibt viel zu verlieren

Ein Aspekt, über den in der Branche noch zu wenig gesprochen wird: Das neue Recht auf Anbieterwechsel ist nicht nur ein Schutzinstrument für Verbraucher. Es ist auch ein Risiko für Institute, die ihre Bestandskunden nicht aktiv binden.

Bisher waren Riester-Kunden durch träge Wechselprozesse und Förderverlustbefürchtungen faktisch gebunden. Das ändert sich grundlegend. Der Markt für Altersvorsorge wird beweglicher als je zuvor und in einem beweglichen Markt gewinnt, wer proaktiv agiert. Banken und Versicherungen werden aktiv versuchen, Kunden aus dem Bestand anderer Institute zu gewinnen. Wer dabei das überzeugendere digitale Erlebnis bietet, den Wechselprozess reibungslos gestaltet und früher im Gespräch ist als der Wettbewerb, wird Marktanteile gewinnen. Wer wartet, wird sie abgeben.

200 Milliarden Euro gebundenes Kapital, 16 Millionen Verträge, 10 Millionen Menschen ohne geförderte Vorsorge: Das ist kein Nischenmarkt. Das ist ein strategischer Wendepunkt. Wer ihn verpasst, wird das noch lange spüren.

Als Open Finance Experte schaffen wir Chancen und Wachstumspotenziale, wo andere nur Risiken sehen

Als Open Banking-Spezialist der ersten Stunde beschäftigen wir uns bei fino digital seit über 10 Jahren mit der Digitalisierung komplexer Finanzprozesse: Vom ersten digitalen Kontowechselservice Deutschlands über digitale Kontoanalyse bis zu automatisierten Benachrichtigungs- und Wechselprozessen, die heute bei über 1.000 Banken und Partner im Einsatz sind.

Wir verstehen uns als Enabler für Banken, Versicherungen, Vermittler und FinTechs. Wir verbinden Daten, automatisieren Prozesse und schaffen digitale Erlebnisse dort, wo bislang Papier, Medienbruch und Unsicherheit dominieren. Unser Ziel ist dabei nicht, Beratung zu ersetzen – unser Ziel ist es, Berater mit den richtigen Informationen zur richtigen Zeit auszustatten, damit sie ihren Kunden wirklich helfen können.

Die Altersvorsorgereform 2027 ist weder Randthema noch regulatorischer Ballast. Sie ist eine echte Chance auf Umsatzwachstum für unsere Partner und ein zentraler Anwendungsfall für genau das, was fino digital als marktführenden Lösungsanbieter etabliert.

Die spannende Frage ist nicht das Produkt, sondern wer schafft das beste digitale Kundenerlebnis

Die Reform der privaten Altersvorsorge wird den Markt verändern – das steht außer Frage. Das Altersvorsorgedepot, ETF-Sparen, staatliche Förderung, Kostendeckel: Das Produkt ist gesetzt.

Die spannende Frage ist aus meiner Sicht: Wer schafft das beste digitale Kundenerlebnis? Wer begleitet seine Kunden durch die Veränderung, bevor es ein Wettbewerber tut? Und wer nutzt Kontodaten, um Beratungsanlässe nicht zu verpassen, sondern aktiv zu gestalten?

Ich bin überzeugt: Auf diese Fragen wird es am Ende ankommen. Nicht auf die Renditepunkte im Produktblatt.

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Wir beraten Sie gern und freuen uns darauf, Sie kennenzulernen!

Foto von Sales Manager Philipp Trinks
Philipp Trinks
Sales Manager
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