So tickt fino: Das All-Hands-Meeting

Multi-Fistbump zum allhands meeting. gemeinsam das Unternehmen voranbringen

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So tickt fino: Das All-Hands-Meeting

Hand aufs Herz: Beim Begriff „Startup“ denkt man oft an überschaubare Teamgrößen, eine ausgeprägte „Suz-Kultur¹“ und eine Arbeitsweise, die sich in „größeren, erwachsenen Unternehmen“ nicht umsetzen lässt. Wir sind da ganz anderer Meinung! Vieles, das in Startups funktioniert, funktioniert auch im größeren Maßstab!

Nehmen wir zum Beispiel den Flurfunk – der lässt sich nirgends vermeiden. Er kann zu Unmut führen, da Informationen im „Flüsterpost“-Modus von Person zu Person verändert werden oder aber es ist gerade der Informationsfluss selbst, der kritisiert wird: „Warum hat Person A die Information und ich nicht?“. Auch sind nicht immer alle Entscheidungen „von oben“ nachvollziehbar oder kommen aus heiterem Himmel auf einzelne eingestürzt. Genau aus diesem Grund veranstalten wir bei fino das sogenannte All-Hands-Meeting!

Worum geht es beim All-Hands-Meeting?

Die Grundidee ist, dass jeder die Möglichkeit hat fachliche Fragen zu stellen, Ideen einzubringen, Sorgen & Ängste anzusprechen oder berechtigte Kritik vorzubringen. Die Fragen können dabei in der Runde gestellt werden oder, wer das möchte, auch anonym. Ohne Agenda und Themenvorschläge kann man auf Augenhöhe so mit Vorgesetzten / Entscheidern (auf Unternehmens-, Abteilungs- oder Teamebene) diese Themen ansprechen und gemeinsam Lösungen entwickeln.

Worum es nicht geht: Beschwerden vorzubringen oder, dass „die da oben“ schon wieder eine Präsentation halten.

Welchen Nutzen kann dies für Sie haben?

Durch den persönlichen Austausch wird gezeigt, dass die Entscheidungs-Ebene nicht in einer BlackBox sitzt und die Meinungen anderer respektiert. Man stärkt dadurch die Transparenz innerhalb der Abteilung / des Teams, verbessert so das Arbeitsklima und kann gemeinsam daran arbeiten, dass eigene Unternehmen von innen heraus nach vorne zu bringen. Auf diese Weise fühlen sich alle abgeholt und wertgeschätzt, da die offene Runde das Miteinander stärkt und (zeitweise) die Hierarchie verschwimmen lässt.

Wie können Sie das All-Hands-Meeting umsetzen?

Finden Sie für sich im Team / Abteilung einen passenden Termin, z.B. freitags nach der Mittagspause. Es sollte prinzipiell allen möglich sein, daran teilzunehmen. Kommunizieren Sie den Termin ca. zwei Wochen im Voraus und schicken entsprechende verbindliche Einladungen. Kombinieren Sie es am Anfang mit einer gemütlichen Atmosphäre, z.B. gemeinsamen Mittagessen oder Kaffee und Kuchen. Ermutigen Sie das Team Fragen offen zu stellen, stellen Sie aber auch die Möglichkeit bereit, Fragen anonym zu stellen (z.B. mit einem Tool oder durch Team Mitglieder, die das Vertrauen beider Seiten besitzen). Bei uns teilen sich gewöhnlich zwei Personen die Moderation. Sie koordinieren die Fragen und sorgen dafür, dass Diskussionen nicht aus dem Ruder laufen bzw. alle die gleichen Chancen haben ihre Fragen vorzutragen.

Wichtigste Regel: Respekt, Augenhöhe und Ehrlichkeit! Jedes Teammitglied darf jede Art von Fragen stellen, die sich auf das Arbeitsumfeld beziehen – und die Vorgesetzten müssen ehrlich antworten.

 

 

 

¹ Suz-Kultur:
Duzen wann möglich, Siezen wann nötig